Gas-Brennwertheizungen nutzen Gas zur Raumheizung und Warmwasserbereitung. Alles Wissenswerte über Gasheizungen mit Brennwerttechnik, ihre Funktionsweise, die Kombination mit erneuerbaren Energien und die Kosten erfahren Sie bei Buderus.
Was ist eine Gas-Brennwertheizung und wie funktioniert sie?
Gas-Brennwertheizungen funktionieren nach dem Prinzip der Brennwerttechnik und nutzen die eingesetzte Energie umfassender als klassische Gas-Heizkessel.
Ähnlich wie im Heizkessel wird auch im Brennwertkessel der Energieträger (Erdgas oder Flüssiggas) verbrannt, um mit der dabei freigesetzten Wärme das Heizungswasser zu erhitzen. Dieses fließt anschließend durch die Heizungsrohre und gibt die Wärme über die Heizkörper an die Raumluft ab.
Während jedoch bei einem regulären Heizkessel ein großer Teil der freigesetzten Wärme mit den Abgasen verloren geht, werden die Abgase bei der Brennwerttechnik durch den Entzug der Abgaswärme abgekühlt, ehe sie über den Rauchfang entweichen. Die zurückgewonnene Energie wird ebenfalls zum Heizen verwendet. So wird weniger Gas verbraucht, um die benötigte Heizwärme zu erzeugen. Mit dem geringeren Energieeinsatz können auch die Betriebskosten sinken, zudem verringern sich die mit dem Betrieb verbundenen Emissionen.
Aufgrund der Nachteile von Heizwertkesseln dürfen diese bereits seit einigen Jahren nicht mehr verbaut werden. Ausnahmen gibt es lediglich für bestehende Etagenheizungen, wenn der Aufwand für den Umbau der Heizung auf Brennwerttechnik unverhältnismäßig hoch wäre.
Was sind die Vor- und Nachteile von Gas-Brennwertheizungen?
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
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Was kostet eine Umstellung auf Gas-Brennwerttechnik?
Die Kosten einer neuen Gasbrennwertheizung hängen von zahlreichen Faktoren ab und lassen sich nur schwer pauschalisieren. Grundsätzlich müssen Sie allein für den Kauf des neuen Gas-Brennwertkessels mit Kosten im 4-stelligen Bereich rechnen, abhängig vom jeweiligen Modell und seiner Leistungsfähigkeit. Hinzu kommen weitere Kosten für den Einbau. Weiters ist ein hydraulischer Abgleich fällig, mit dem der Heizungswasserfluss optimiert und der Bedarf an Wärmeenergie gesenkt wird.
Soll die neue Gasbrennwertheizung eine vorhandene Heizungsanlage ersetzen, fallen zusätzliche Kosten an, etwa für einen neuen Gasanschluss für Erdgas bzw. einen Gastank für Flüssiggas und die Umrüstung der Abgasentsorgung auf Brennwerttechnik . Ein optionaler Warmwasserspeicher , mit dem erwärmtes Wasser vorrätig gehalten werden kann, kostet je nach Fassungsvermögen unterschiedlich viel.
Die jährlichen Betriebskosten setzen sich zusammen aus Brennstoffkosten, Wartung und Rauchfangkehrer.
| Kostenzusammensetzung |
|---|
| Anschaffungskosten der Gasbrennwerttherme |
| Installation |
| Hydraulischer Abgleich der Heizung |
| Optional |
| Umrüsten der Abgasanlage (Brennwerttechnik) |
| Warmwasserspeicher |
| Gasanschluss (Erdgas), Flüssiggastank (Flüssiggas) |
Welche erneuerbaren Energien passen zur Gas-Brennwertheizung?
Eine Gasheizung mit Brennwerttechnik ermöglicht einen geringeren Energieeinsatz und kann Betriebskosten senken. Wenn Sie Ihre Gas-Brennwertheizung mit Solarthermie oder einer Wärmepumpe kombinieren, wird ein Teil des Wärmebedarfs durch erneuerbare Energie gedeckt. Reicht diese Wärmequelle nicht aus, übernimmt ergänzend die Gasheizung. So lässt sich der Gasverbrauch weiter verringern, während die Wärmeversorgung zuverlässig sichergestellt bleibt.
Für eine optimale Zusammenarbeit von erneuerbarer Energiequelle und Gas-Brennwertheizung kommt ein Wärmespeicher zum Einsatz. Die Solarthermie-Anlage bzw. die Wärmepumpe speist in diesen Speicher überschüssige Wärme ein, die später bei Bedarf wieder abgerufen werden kann. So steigt der Wirkungsgrad der gesamten Heizungsanlage, und ihr Betrieb wird noch günstiger.
Die häufigsten Fragen zur Gasbrennwertheizung
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Insbesondere bei Neubauten ist das Heizen mit erneuerbaren Energien oft problemlos möglich. Damit auch bei tiefen Temperaturen immer genug Wärme zur Verfügung steht, sollte jedoch ergänzend ein Wärmespeicher zum Einsatz kommen. Auch ein Hybridheizung ist eine gute Wahl, wie etwa Gas-Hybridheizungen, da die Gasbrennwerttherme unabhängig von der Umgebung arbeitet. Der Einsatz einer reinen Gasheizung ist ebenfalls möglich.
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Wollen Sie einen vorhandenen Heizwertkessel durch einen Brennwertkessel ersetzen, muss auch die Abgasentsorgung angepasst werden. Denn die vom Brennwertkessel produzierten Abgase sind zu kalt – Feuchtigkeit kondensiert und kann den Rauchfang schädigen.
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Nein, in der Regel benötigen Sie für Ihre neue Gasbrennwertheizung keine neuen Heizkörper. Soll die Gasheizung jedoch mit einer Wärmepumpe kombiniert werden, empfiehlt sich der Einsatz moderner Niedertemperatur- oder Flächenheizungen, weil diese mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten und damit gut auf die Anforderungen der Wärmepumpe abgestimmt sind.
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Ja. Gasbrennwertheizungen dürfen weiterhin als alleiniges Heizsystem verbaut werden. Anspruch auf eine staatliche Förderung besteht aber nur, wenn die Gasheizung mit einer erneuerbaren Wärmequelle kombiniert wird. Heizungen auf Basis der Heizwerttechnik dürfen hingegen bereits seit einigen Jahren nicht mehr verbaut werden.